Neuer Trainer ist Dejan Raickovic
Bernau (MOZ)
Gestern Abend wurde er offiziell vorgestellt – Dejan Raickovic (42 Jahre) übernimmt das Traineramt bei der Landesligamannschaft des FSV Bernau.
Der ehemalige Bundesligaprofi und gestandene Abwehrspieler spielte bei Hannover 96, später dann beim FC Carl-Zeiss Jena. Nach einem Abstecher zu Tennis Borussia Berlin lief er ab 2001 für Rot-Weiß Oberhausen auf. Seine aktive Laufbahn beendete er 2005 bei Tebe Berlin (Regionalliga Nord), fungierte dann bei den „Veilchen" bis 2007 als Trainer. Die Wege trennten sich, als der Verein durch Misswirtschaft in finanzielle Schieflage geriet.
Dass Raickovic jetzt im Barnim zuhause ist, hat etwas mit seinen beruflichen Veränderungen zu tun. „2008 habe ich das Sportzentrum in der Waldsiedlung übernommen", erzählt er. „Dann hatte ich keine Zeit mehr für Fußball, denn es waren viele neue Aufgaben zu bewältigen", so Raickovic, der allerdings die Entwicklung des Bernauer Vereins immer beobachtet hat und häufiger Gast auf dem Platz bei Punktspielen war.
Kontakt gab es also, und als durch den Rücktritt von Tino Hennig (MOZ berichtete) die Situation akut wurde, sprach der Verein Raickovic gezielt an, wie Vereinspräsident Uwe Bartsch bestätigte. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass er zugesagt hat. Ich bin sicher, dass uns Raickovic mit seiner Erfahrung spielerisch noch weiterbringen wird und bin stolz, dass es uns gelungen ist, ihn nach Bernau zu holen", erklärt Bartsch. Auch in die gute Entwicklung des Nachwuchsfußballs will sich der neue Coach einbringen.
Für Dejan Raickovic ist es die Rückkehr zu seiner großen Liebe Fußball. „Ich habe im Sportzentrum viel dazu gelernt und jetzt endlich etwas mehr Zeit, meiner sportlichen Liebe nachzugehen. Das hat mich schon gereizt. Außerdem bin ich mir sicher, dass das Team mehr Potenzial hat, als es der derzeitige Tabellenplatz aussagt. Ich habe die Mannschaft ja häufig beobachtet. Und hier wird Fußball aus Liebe und Leidenschaft gespielt", sagt der 42-Jährige, der als kompromissloser Verteidiger bekannt war.
Seine Frau hätte Verständnis für diese Entscheidung gehabt. „Sie weiß, wie viel mir Fußball schon immer bedeutet", meint er. Außerdem wohnt Familie Raickovic seit einiger Zeit in der Waldsiedlung. Damit hat es der neue Coach nicht so weit zum Platz.
„Und vielleicht schaffen wir mit ihm doch noch unser angestrebtes Saisonziel: den einstelligen Tabellenplatz", ist Vereinspräsident Bartsch optimistisch.

Dejan Raickovic


