13.Hussitencup 2010
13. Hussitencup 2010. 
(Niederbarnim Masters)
Klosterfelde entthront Gastgeber
Von Anjuta Klauke
Bernau MOZ) Union Klosterfelde heißt der Gewinner des 13. Hussitencups. Das Team setzte sich im Finale gegen FSV Bernau I verdient mit 3:1 durch. Trotz der Wetterwarnungen war die Sporthalle ausverkauft. Verschiedene Fangruppen sorgten für tolle Stimmung.
In den ersten vier Spielen war die Aufregung noch groß. Mancher Spieler ging übermotiviert zu Werke. Die Schiedsrichter Sandro Tochtenhagen und Torsten Günther hatten ein wachsames Auge darauf.
Im Eröffnungsspiel setzte sich Wandlitz gegen Marienwerder mit 3:2 durch und unterstrich da bereits seinen Ruf als gute Hallenmannschaft. Bald folgten die ersten Überraschungen. Rot-Weiß Schönow entpuppte sich als Favoritenschreck. Gegen Wandlitz führte die Mannschaft bereits 2:0, bevor Eintracht noch ausglich. Besonders hart traf es Marienwerder. Rot-Weiß spielte sich in einen Rausch und fertigte den Landesligisten mit einer starken Leistung überraschend mit 4:0 ab.
Überhaupt präsentierte sich das Team von Trainer Ralf-Dieter Scheiwe in toller Spiellaune. Erst zum Ende des Turniers ging Rot-Weiß etwas die Puste aus, doch Platz vier war mehr, als die Schönower erwartet hatten.
Und noch einen Grund zum Jubeln hatte das Team. Torwart Max Buhl war schon während des Turniers von den Rängen dank zahlreicher sensationeller Paraden mit Szenenapplaus bedacht worden. Zu Recht wurde er zum besten Schlussmann gewählt.
Biesenthal, nach zwölf Jahren wieder dabei, hatte es schwer, ließ sich aber nicht beirren. Zwar war der Mannschaft kein Sieg vergönnt, aber bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Klosterfelde stand die Halle hinter dem Barnimligisten. Ein Grund waren die lautstarken Fans der Biesenthaler, die sich gemeinsam mit den Wandlitzern einen Schlagabtausch um die beste und lauteste Anhängerschaft lieferten.
Der FSV Bernau II war ambitioniert gestartet, doch irgendwie kam die Mannschaft nicht in Tritt. Es haperte vor allem am Zusammenspiel. Gegen Schönow gelang ein Sieg, aber gegen die Wandlitzer musste die Gastgeber-Reserve eine deftige 1:6-Niederlage hinnehmen. Ein Trostpflaster war das gewonnene Neunmeterschießen um Platz sieben.
Marienwerder stellte wieder unter Beweis: Die Halle ist nicht das Lieblingsterrain der Kalainski-Truppe. Nach der Auftaktniederlage war Freya in Zugzwang, fand einfach nicht in seinen Rhythmus. Am Ende reichte es erneut für den fünften Rang, denn wenigstens im Neunmeterschießen gegen Ladeburg gab es ein Happyend.
Ladeburg hatte sich fest vorgenommen, nicht Letzter zu werden. Nach dem Auftaktsieg gegen Biesenthal schien es gut zu laufen. Doch die sich steigernden Klosterfelder und der FSV Bernau I bremsten die Blau-Weißen aus. Es reichte für Rang sechs.
Eintracht Wandlitz bot erwartungsgemäß spielerisch mit die besten Partien. Das Duo Pascal Sorgatz und Carsten Stoye begeisterte die zahlreiche Anhängerschaft der Eintracht. Wandlitz zog nicht unerwartet ins Halbfinale ein. Dort ging es gegen Klosterfelde. Das Nachbarschaftsderby begann verhalten, bis Ramin Freund Union in Führung brachte. Der Treffer war die Initialzündung für ein kampfbetontes und mitreißendes Spiel. Wandlitz glich aus, Union ging erneut in Führung und baute diese auf 3:1 aus. Doch immer wieder schaffte Eintracht den Anschlusstreffer. Aber Klosterfelde nutzte seine Chancen cleverer und Torwart Jan Hübner parierte noch mehrfach gegen den starken Stoye. Am Ende gewann Union mit 5:3 und zog ins Finale ein .
Im anderen Halbfinale standen sich FSV Bernau und das Überraschungsteam Schönow gegenüber. Bis dahin hatte sich der FSV I souverän durch das Turnier gespielt, leistete sich keine Schwächen. Auch gegen Rot-Weiß nicht. Schönow hielt zwar tapfer gegen, aber der Gastgeber erwies sich als spielerisch besser und gewann 3:1.
Im kleinen Finale war es spannend, denn Schönow mobilisierte gegen die Wandlitzer nochmals alle Kräfte. Doch es reichte trotz des überragenden Buhls zwischen den Pfosten nicht. 2:1 für Eintracht lautete das Endergebnis. Gefeiert wurden beide Mannschaften.
Das Finale zwischen Bernau I und Klosterfelde versprach Spannung. In der Vorrunde hatte der Gastgeber Union noch 2:1 besiegt. Klosterfeldes stärkster Spieler Ramin Freund brachte sein Team in Führung, im Gegenzug sorgte Christian Gehrke für den Ausgleich. Klosterfelde agierte stärker und nutzte seinen Chancen konsequenter als Bernau.
Riesenjubel bei den Unioner auf dem Feld und in den Zuschauerreihen nach dem 3:1-Erfolg und dem ersten Sieg beim Hussitencup. Der verstärkte sich bei der Siegerehrung, denn Klosterfeldes Neuzugang Richard Steiner empfahl sich mit der Torschützenkrone (fünf Treffer). Er setzte sich im Stechen gegen Carsten Stoye (Wandlitz) durch.
Kleiner Trost für Bernau - Philipp Schlender wurde zum besten Spieler gewählt.
Die Staffeln für den 08.Januar 2010 setzten sich wie folgt zusammen:
(Nach Platzierungen in den Ligen)
Niederbarnim Masters
Staffel A:
FC Freya Marienwerder
Eintracht Wandlitz
FSV Bernau II
Rot Weiss Schönow
Staffel B:
FSV Bernau I
Union Klosterfelde
Blau Weiss Ladeburg
SV Biesenthal 
Gespielt wurde auf Kunstrasen mit einer kompletten Rundum - Bande.

Wir sehen uns zum 14.Hussitencup 2011
07/08/09.Januar 2011


