Landesliga Nord vom 15.05.2010
Den Zuschauern wurde bei diesem Landesligaspiel eine Menge geboten. Ein schnelles Spiel und eine Menge Tore, die hauptsächlich in der zweiten Halbzeit wie reife Früchte fielen. Die Anhänger beider Teams wussten am Ende nicht so recht, ob sie sich freuen oder ärgern sollten. Die in akuter Abstiegsnot schwebenden Gäste hatten zur Pause und am Ende der regulären Spielzeit geführt und nahmen trotzdem nur einen Punkt mit. Die Hussitenstädter waren vor allem im zweiten Abschnitt haushoch überlegen und führten noch eine knappe Viertelstunde vor Schluss verdient mit 2:1, ehe sie in der Nachspielzeit froh sein konnten, noch den 4:4 Ausgleich erzielt zu haben.
Die Anfangsphase begann mit spielerischen Vorteilen der Bernauer, die wieder auf einigen Positionen umgestellt hatten und immer noch nicht auf einen gelernten Torhüter zurückgreifen konnten , da zwei Keeper verletzt sind und Dennis Tietz noch seine Rotsperre absitzen musste. So stand wie in Templin mit David Heinrich ein etatmäßiger Angreifer zwischen den Pfosten.
Der Ball zirkulierte gut durch die Bernauer Reihen, die Gäste standen tief in der eigenen Hälfte und lauerten auf Fehler und daraus resultierende Kontermöglichkeiten. Torgefahr kam so auf Bernauer Seite nur bei Fernschüssen von Philip Schlender, Martin Kylau und Daniel Gehrke sowie bei Jan Großers Kopfball nach schöner Kombination über Danilo Bahn und Sebastian Lormis auf. Die Uckermärker setzten Ihr erstes Achtungszeichen nach einer knappen halben Stunde mit einem Lattentreffer. Kurz darauf bestraften sie eine Fehlerkette des FSV mit dem 0:1(37.). Was folgte, war eine etwas konsterniertes Bernauer Team und ein immer mutiger werdender Gast.
Die zweite Halbzeit sah ein ganz anderes Auftreten der Einheimischen. Mit spielerischen Mitteln und viel Tempo wurden sich Chancen und Torraumszenen im Minutentakt erarbeitet. Der Lohn waren zwei schöne Treffer zur Führung. Erst krönte Jan Großer ein Solo (54.) und dann köpfte Daniel Dornbusch eine Ecke ins Tor (63.) Der vorentscheide dritte Treffer gelang jedoch nicht. Was einmal mehr an der ungenügenden Chancenverwertung und am großartig haltenden Keeper der Schönower lag, der sich besonders bei einem Hammer von Großer und einem Schuss aus Nahdistanz von Kimmel auszeichnete. Das sollte sich rächen, wie so oft bei FSV – Spielen in dieser Saison. Mit einem Konter glich Schönow aus (78.) und nur eine Minute später stellten sie den Spielverlauf total auf den Kopf. Mittels eines Pickefernschusse in die Tormitte stand es 2:3 aus Bernauer Sicht. Für die tolle Moral des FSV spricht, dass Stefan Gehrke per Kopf kurz vor Ende der Partie der Ausgleich gelang(87.). Für mangelndes Defensivverhalten spricht, dass die Gäste in der 89. wieder in Führung gingen. Das Bernau in der Nachspielzeit noch der abermalige Ausgleich durch einen Kopfball von Bahn gelang, war der Lohn für die engagierte Leistung des Teams in der zweiten Halbzeit. Die Zuschauer beider Mannschaften erlebten damit an diesem Samstagnachmittag ein extremes Wechselbad der Gefühle. Ein Spiel an das man sich noch lange erinnern wird.
Bernau spielte mit: Heinrich, Kylau, Wagner, Fandrich, Lormis (Kimmel), P. Schlender, Bahn, D. Gehrke, Dornbusch, Will( S. Gehrke), Großer



